september 2006

backzurück
weiter
weiter

 

Wiener Riesenrad

James Bond alias Timothy Dalton in “The Living Daylights“ und Orson Wells im Klassiker „Der Dritte Mann“, beides Filme in denen das Riesenrad im Wiener Prater eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der metallene Koloss stammt, wie auch der Pariser Eiffelturm, aus einer Epoche, in der gigantische Stahlkonstruktionen „en vogue“ waren, die aller Welt von der überlegenen Ingenieurskunst dieser Zeit und ihrer führenden Nationen künden sollten. Mit einem Durchmesser von 60,69 m und einem Gewicht von insgesamt 430 t war das 1896 fertiggestellte technische Monument für lange Zeit das mächtigste derartige Rad der Welt. Inzwischen wird es von verschiedenen Konstruktionen in Europa und vor allem Asien weit übertroffen. Dennoch ist es mit Sicherheit sowohl das bekannteste als auch das einzige aus der „Belle Époque“ erhaltene Fahrgerät dieser Art. Fotografisch bietet es mit seinen, aus der Ferne betrachtet, filigranen Speichen, den breiten Gondeln und der abendlichen Beleuchtung ein sehr attraktives Motiv, das richtig in Szene gesetzt und aus verschiedenen Winkeln betrachtet, spannende Aufnahmen erlaubt. Übrigens, hätte sich 1919 der damalige Eigner Eduart Steiner einen Abriss finanziell leisten können, so wären sowohl die oben genannten Filme als auch unsere Wiener Bilderserien um eine Attraktion ärmer gewesen.

Bild-Nr. 03-9677: Canon EOS 20D, ISO 200, 220mm, 6 s, F5.6, Stativ, Spiegelvorauslösung.