September 2008

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Blaue Juwelen am Teich

Spaziert man im Sommer in der Nähe eines Teiches einher, so dauert es nicht lange bis man meint, zwischen den Sträuchern der Ufervegetation blaue Schatten hin und her huschen zu sehen. Neugierig geworden nähert man sich dem Ufer und sieht sich die Sache etwas genauer an. Und tatsächlich, auf Halmen, Blättern und Ästen sitzt elegant leuchtend blaues Getier. Schlank von Gestalt und aus großen voneinander getrennten Facettenaugen blickend, halten sie Ausschau nach Beute oder auch nach dem anderen Geschlecht.
Sollte Zweiteres von Erfolg gekrönt sein, wird man alsbald die beiden Partner im Tandem zur Paarung und späteren Eiablage fliegen sehen, was an von Federlibellen bewohnten Gewässern im Sommer kein seltener Anblick ist. Federlibelle heißen diese anmutigen Tiere übrigens, weil ihre Mittel und Hinterbeine verbreitert und mit federartigen Dornen besetzt sind, die dem Imponiergehabe gegenüber anderen Männchen dienen. Daran sind sie gut von ähnlich gefärbten Arten, wie zum Beispiel den Azurjungfern, zu unterscheiden.
In Mitteleuropa kommt als einzige Art die hier gezeigte blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes) vor, wohingegen weltweit ca. 190 Arten bekannt sind. Diese sind allerdings hauptsächlich in südlicheren Gefilden anzutreffen. Glücklicher Weise gibt es in Mitteleuropa aber noch eine Menge an anderen Klein- und Großlibellenarten, so dass dem Naturfotografen vor Ort genügend der hübschen Fotomodelle in den verschiedensten Form- und Farbgebungen zur Verfügung stehen.

Bild-Nr. 07-1053: Canon EOS 1D Mark III, ISO 200, 105mm Makro, 1/80s, F11, externer Aufhellblitz.